Aktuelle Aufrufe

#7000gegenIsolation – Deutschlandweite Solidaritätsaktion
7000 Stimmen für 7000 Hungerstreikende
Brich das Schweigen

Nach einer schweizweiten Solidaritätsaktion für die 7000 politischen Gefangenen, die in der Türkei im Hungerstreik gegen die Isolation Abdullah Öcalans sind, findet eine ähnliche Aktion nun auch in Deutschland statt.
Internationalismus, Newroz und der Sieg über den IS

An uns alle da draußen, an uns (radikale) Linke, Internationalist_innen, Antikapitalist_innen, an die, die an eine freie Gesellschaft glauben und sich für diese einsetzen:

Pünktlich zu Newroz haben die QSD die militärische Niederlage des IS verkündet. Dort, wo gestern noch schwarze Flaggen wehten, sind es jetzt YPJ-Fahnen.

Das bedeutet nicht, dass Daesh ideologisch besiegt ist, aber es bedeutet sehr viel für die Menschen in der Region – gerade erst jährte sich der Beginn des Syrien-Krieges zum achten Mal, heute können zum Beispiel Menschen in Raqqa zum ersten Mal seit langem wieder ohne Ängste Newroz begehen, viele ezidische Familien begegnen sich nach Jahren der Gefangenschaft, Folter und Unwissenheit wieder, Tausende Frauen und Mädchen wurden aus den Händen von Daesh befreit.

In ganz Kurdistan sind Tausende und Hunderttausende auf den Straßen – überall dort, wo diese Menschen auch immer wieder seit Jahren, Jahrhunderten mit Krieg und der Drohung nach Vernichtung überzogen wurden und werden. Menschen feiern in Kobane, Cizre, Afrin und Baghouz, die Bilder erzeugen Gänsehaut, bedeuten Hoffnung und Zuversicht und den Glauben an das, was die Menschen dort miteinander über alle Unterschiede und Spaltungsversuche hinweg erreicht haben.

Und wir?

Auch für uns hat dieser Sieg eine Bedeutung. Es haben Internationalist_innen dort mitgekämpft, die Pressearbeiten gemacht, in der Kommune kurdisch gelernt, sich gebildet und Aktivist_innen aus anderen Regionen der Welt und deren Kämpfe kennen gelernt, dass was sie dort gelernt haben wieder nach Hause zurück getragen, den Samen des Demokratischen Konföderalismus auch hier gesät.

Die, die dort kämpfen, kämpfen auch für und mit uns. Und kämpfen wir auch mit ihnen? Sind wir tatsächlich vom Glauben an eine befreite Gesellschaft überzeugt oder tun wir eher so als ob? Warum haben wir hier nicht die Basis an einem solchen Abend an einem solch historischen Tag mit einer beeindruckenden Menge an Menschen selbstverständlich auf die Straße zu gehen und „Danke YPG/YPJ, danke SDF“ zu sagen?

Immer wieder versuchen wir hier in der kapitalistischen Metropole den leichten Weg zu gehen, wir wollen uns offen halten, uns nicht festlegen auf eine Ideologie, einen gemeinsamen Weg. Das führt dazu, dass wir keinerlei Strategie entwickeln, keine gemeinsame Stärke. Wir definieren uns über Widersprüche statt über Gemeinsamkeiten – während in Kurdistan und Syrien Tausende sterben und damit auch die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen in Europa minimieren, spalten wir uns immer wieder.

Seit Kobanê befinden wir uns einer neuen Phase der internationalistischen Solidarität, die eine Gemeinsamkeit in der praktischen Utopie in Kurdistan findet. Was brauchen wir und wie können wir uns mehr miteinander verbinden, damit es möglich ist, dieses Newroz auch als unseren und vor allem als gemeinsamen Aufbruch zu verstehen und zu fühlen?

Lasst uns weiter gemeinsam nach Antworten suchen, eine Alternative dazu gibt es nicht und wir werden es nicht bereuen.

Newroz pîroz be!“


Anmerkung zum Text: Bisher gibt es noch keine eindeutige offizielle Meldung der Demokratischen Kräfte Syriens zum Sieg über den IS und noch immer haben sich nicht alle Dschihadisten ergeben.

Ein Aufruf von Ceni zum Newroz-Fest in Frankfurt am 23.2.2019

Liebe Freund*innen,

Wir befinden uns in einer Zeit, in der sich das Dilemma zwischen Licht und Dunkelheit, Schönheit und Hässlichkeit, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Befreiung und Sklaverei besonders deutlich in der Ausbeutung der Frauen zeigt. Alle Arten von Ausbeutung und Besatzung, von der Erde bis zur Arbeit, wurden allem anderen voran über den weiblichen Körper entwickelt. Die Frau ist die erste Kolonie in unserer Geschichte. Autonomie und Selbstbestimmung sind deshalb grundlegende Bereiche unseres Kampfes.

Das Newroz-Fest ist Ausdruck eines kulturellen, historischen und politischen Bewusstseins, auf das wir Kurdinnen und Kurden und die vielen Völker des Mittleren Ostens unseren gemeinsamen Widerstand gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg stützen. Das Newroz-Fest als ein Fest der Verbundenheit zur Natur, der Erneuerung und der Selbstwerdung symbolisiert besonders auch unseren Kampf gegen Kolonialisierung.

Newroz ist für uns Frauen ein emotionaler und kulturell bedeutender Tag. Und es ist ein politischer Tag. Es erinnert uns daran, dass Widerstand und Freiheitsdrang grundlegende Werte aller Menschen sind. Alle Völker, alle Gesellschaften, jeder einzelne Mensch auf der Welt kennt den Wunsch nach Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung. Im Kampf gegen den IS leisten ezidische Frauen heute gemeinsam mit vielen anderen Bewegungen dieser Welt ihren Beitrag dazu, dass unsere Wünsche und Träume nicht in Vergessenheit geraten, dass sie keine Lippenbekenntnisse bleiben, sondern hier und heute praktisch umgesetzt werden. Leyla Güven und die vielen Tausend, die sich ihrem Hungerstreik für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben und gegen die Isolation des kurdischen Volkes angeschlossen haben, zeigen uns, dass unsere Träume Wirklichkeit sein können.

Als Frauen und Kurdinnen wollen wir unser Newroz-Fest 2019 daher zum Anlass nehmen, unsere Träume noch entschlossener zu verteidigen. Wir träumen von einer basisdemokratischen Organisierung der Gesellschaft! Wir träumen von einer frauenbefreiten Gesellschaft! Und wir träumen von einer ökologischen Gesellschaft! Diese Träume kann uns kein Staat und keine Regierung nehmen. Denn unsere Träume sind aufrichtig und groß. Sie sind zutiefst menschlich.

Lasst uns im Jahr 2019 gemeinsam träumen, gemeinsam Widerstand leisten und gemeinsam die Werte der Menschlichkeit an die Stelle der Kriege und Unterdrückung der Staaten und ihrer Schergen setzen!

Lasst uns gemeinsam in Frankfurt am 23.3. ein buntes, großes Fest des Widerstands, der Erneuerung, der Selbstwerdung, der Selbstbestimmung und des freien Lebens feiern!

CENÎ
Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
Kurdish Women’s Office for Peace
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Zum 8. März

Heute, am 8. März, kommen wir zusammen um unsere Kämpfe gegen Patriarchat und Kapitalismus auf die Straßen zu tragen. Gemeinsam kämpfen wir als Frauen und als Feminist*innen verschiedener Geschlechtsidentitäten, denn wir wissen, dass keine von uns frei ist, solange wir nicht alle frei sind!

Wir sind unterschiedlich. Das trennt uns nicht voneinander. Sondern das ist unsere Stärke. Weil wir wissen, dass wir gemeinsame Werte und Ziele haben, dass wir gegen den Faschismus kämpfen und etwas Neues von unten aufbauen wollen. Weil wir wissen, dass es nur durch unsere eigene Befreiung eine freie Gesellschaft für alle geben kann. Weil wir wissen, dass wir bei uns selbst anfangen müssen.

Der Staat, der Kapitalismus und das Patriarchat haben die matriarchalen Gesellschaften größtenteils zerstört. Sie trennen uns voneinander, von uns selbst und von der Welt, in der wir leben. Wir haben keine andere Wahl, als diese Verbindungen wieder aufleben zu lassen. Und die Zeit dafür ist reif. Dafür müssen wir uns zusammen und gegenseitig bilden, ein Bewusstsein schaffen, unsere Kräfte vereinen und uns verteidigen. Uns verteidigen gegen die psychologische Kriegsführung, die uns Angst macht und uns lähmt. Gegen die Vergewaltigungskultur, die die Gewalt gegen uns zum Alltag macht. Gegen den Rassismus, der unsere Menschlichkeit vergiftet. Gegen die militärischen Drohungen und Angriffe der Staaten, die vom Imperialismus profitieren und unsere Schwestern ausbeuten und umbringen. Gegen all das kämpfen Frauen jeden Tag überall auf der Welt.

Es gibt viele Beispiele dafür. Eines ist die kurdische Frauenbewegung in Rojava/Nordsyrien. Sie baut trotz dem Kampf gegen den sog. Islamischen Staat und trotz der faschistischen Angriffsdrohungen der Türkei jeden Tag ein Stück mehr eine befreite Gesellschaft auf der Grundlage der Ideen von Abdullah Öcalan auf. Die Entschlossenheit, Kraft und Ausdauer im Kampf der Frauenbewegen sehen wir auch in Leyla Güven. Seit 121 Tagen befindet sie sich im Hungerstreik und zeigt einen unvergleichlichen Widerstand für das Ende der Isolation von Abdullah Öcalan. Sie hat damit eine neue Friedensoffensive gestartet. Wir senden ihr unsere Liebe und unsere Gedanken sind bei ihr.

Auch die zapatistischen Frauen im Südosten Mexikos sind Angriffen ausgesetzt. In ihrem letzten Kommunique schrieben sie, dass ihr Kampfeswille auch im Angesicht der Angriffe gegen sie stark ist. Sie stehen neben all den indigenen Frauen der First Nations in Amerika an vorderster Front im Kampf für den Schutz der Erde und gegen die Zerstörung durch den Kapitalismus. Unsere Suche nach Freiheit bedeutet auch die Beziehung zur Natur zurückzugewinnen. Das kann nicht nur Aufgabe einer Ökologiebewegung sein und der grüne Kapitalismus ist auch keine Lösung für die ökologische Krise. Wir sollten die Warnungen ernst nehmen, die indigene und matriarchale Gesellschaften schon lange in die Welt hinaus rufen. Es ist vor allem unsere Verantwortung in die ökologische Krise einzugreifen, weil wir durch unsere Lebensweise die größte Zerstörung verursachen.

Macht und Unterdrückung teilen die Welt durch Grenzen und Mauern, so dass wir uns nicht erreichen, kennenlernen und Schulter an Schulter kämpfen können. Internationalismus überschreitet und durchbricht diese Grenzen. Wir müssen unsere Kämpfe miteinander verbinden. Egal wo wir sind für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen und unsere Rolle in diesem Kampf einnehmen.
Wir müssen uns auch fragen, welche Rolle wir hier in der BRD haben, im Herzen des Kapitalismus, in einem Staat, der Waffen liefert, einem Staat der schon immer schon an Kolonialismus und Ausbeutung mitgewirkt hat, einem Staat dessen faschistische Vergangenheit sich bis heute fortzieht. Nie wieder Faschismus bedeutet den Faschismus in unserem Land zu bekämpfen. Es bedeutet aber auch gegen den Faschismus in anderen Ländern zu kämpfen.

Was ist unsere Realität in Deutschland? Wir sollen denken, wir wären so frei wie nie. Aber wir werden ausgebeutet, indem ein Großteil von uns jeden Tag für wenig oder gar keine Bezahlung arbeitet. Wenn wir Frauen zu Hause geschlagen oder umgebracht werden, wird es als Familiendrama abgetan. Wenn es einen Schuldigen dafür gibt, dann nur, wenn es kein weißer deutscher Mann gewesen ist. Wenn wir ungewollt schwanger geworden sind, begegnet uns ein Abtreibungsverbot, bei dem man sich eigentlich nur fragen kann: Wie kann das überhaupt noch ein Thema sein?

Aber wir organisieren uns! Heute am 8.März treten viele von uns Frauen, Trans*, Inter* und nicht binären Geschlechtsidenitäten in einen Streik. Wir streiken, weil uns das alles nicht passt. Heute kommen wir überall zusammen auf die Straße. An diesem historischen Tag streiken wir.
Aber kämpfen tun wir jeden Tag. Jeden Tag kämpfen wir, um in dieser Realität zu überleben. Wir kämpfen, um eine Welt aufzubauen, in der wir leben und frei sein können. Jeden einzelnen Schritt den wir geschafft haben, müssen wir verteidigen.

Es ist ein Kampf, der die Wünsche und Hoffnungen von unseren Vorkämpferinnen in der Geschichte weiter trägt. Frauen wie Shehid Ronahi, Legerin oder Helin. Frauen wie Rosa Luxemburg, Comandanta Ramona, Sylvia Rivera oder Sakine Canzis. In all ihren Namen.

Wir sind die Töchter der Hexen, die sie nicht verbannt haben!

Jin Jiyan Azadî!

Allen, die um einen gerechten Frieden, wirkliche Demokratie und Frauenbefreiung streiten

(Ein Aufruf des kurdischen Frauenrats DestDan aus Berlin, den wir unterstützen. Mehr Informationen und ein komplettes Dossier zu Leyla Güven gibt es bei Ceni, ceni_frauen@gmx.de)

Ausgelöst durch den unbefristeten Hungerstreik von Leyla Güven am 7. November 2018 im Gefängnis von Diyarbakir sind derzeit ca. 250 politische Gefangene in 59 weiteren türkischen Knästen und weltweit zig Menschen im ebenfalls unbefristeten Hungerstreik. Sie verlangen, dass sich etwas bewegt, bevor die Region des Mittleren Ostens in einem endlosen Krieg versinkt, bevor es zu spät ist für vorhandene Lösungsmöglichkeiten.

Es ist auch die Aufgabe der Menschen in Europa und insbesondere in der Bundesrepublik etwas zu unternehmen, damit der Weg für Waffengeschäfte endlich versperrt, die Zusammenarbeit mit Erdogan aufgekündigt wird und ehrliche Dialoge in Richtung eines gerechten Friedens aufgenommen werden!

Frieden ist möglich – in Rojava, wird an vielen Orten ein multiethnisches, multir-konfessionelles basisdemokratisches Gesellschaftssystem mit dem Ziel einer von Geschlechterrollen befreiten Gesellschaft bereits praktiziert. Die Theorie dahinter ist der ‚Demokratische Konföderalismus‘, entwickelt von Abdullah Öcalan.

Kobane hat sich von den Dschihadisten befreit, Afrin war über Jahre ein Hort für Zehntausende von Bürgerkriegsflüchtlingen geworden. Das ist der Grund, warum der türkische Staat Afrin besetzt, und sein Zwangssystem unter Mithilfe des Militärs und der Dschihadisten installiert hat. Die internationale Staatengemeinschaft schwieg angesichts dieses Völkerrechtsbruchs, offenbar haben auch sie kein Interesse an dem Beleg, dass die Menschen sich friedlich und frei selbst zu verwalten im Stande sind.
Der FrauenRat Dest Dan unterstützt die Forderung von Leyla Güven: die Isolation von Abdullah Öcalan muss durchbrochen werden, damit Frieden entwickelt und wahrhafte Demokratie umgesetzt werden kann !

Unterstützung der Forderung von Leyla Güven! Gerechtigkeit für Abdullah Öcalan!

Cenî  // Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. // Postfach 10180, 40009 Düsseldorf // Email: ceni_frauen@gmx.de // Tel.: 0049-211 5989251 // Februar 2019

Gemeinsam Kämpfen – Solidarität mit Leyla Güven

Die feministische Kampagne „Gemeinsam kämpfen“ ruft zur Solidarität mit dem Hungerstreik von Leyla Güven und weiteren rund 250 Gefangenen in der Türkei auf.

Die kurdische Politikerin Leyla Güven wurde vor knapp einem Jahr wegen ihrer Kritik an der Invasion der türkischen Armee gegen den nordsyrischen Kanton Afrin verhaftet. Im Gefängnis von Amed (Diyarbakir) kandidierte sie als Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker (HDP) und wurde im Juni in die türkische Nationalversammlung gewählt. Ihr Haftbefehl wurde trotzdem weiter aufrechterhalten.

Am 8. November trat sie in einen unbefristeten Hungerstreik und befindet sich inzwischen in einem sehr kritischen Zustand.

Dem Hungerstreik haben sich mittlerweile mindestens 250 politische Gefangene angeschlossen. Sie alle fordern gemeinsam, die Isolation des seit 20 Jahren inhaftierten Abdullah Öcalan aufzuheben, damit die Friedensgespräche wieder aufgenommen werden können.

Auch in der südkurdischen Stadt Hewlêr, im französischen Straßburg, in Wales und an vielen weiteren Orten weltweit beteiligen sich Aktivistinnen und Aktivisten an der Hungerstreikbewegung.

Es ist ein Hungerstreik für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte.

Der kurdische Repräsentant Abdullah Öcalan sitzt seit 1999 im Hochsicherheitsgefängnis Imrali in der Türkei und darf seit dem 27. Juli 2011 seine Anwälte nicht mehr treffen.

Seit dem 21. Juli 2016 wird der im Land erklärte Ausnahmezustand genutzt, um ihm all seine Grundrechte als politischer Gefangener vollständig zu verweigern. Alle Kommunikationsmittel sind ausnahmslos verboten. Diese Isolationshaft ist eine Form von Folter und verstößt gegen jegliche Menschenrechte.

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt zehntausende politische Gefangene in türkischen Gefängnissen. Alle, die etwas gegen das Regime der AKP und Erdogan sagen, werden inhaftiert, bedroht oder ermordet. Opposition und kritische Stimmen werden nicht geduldet.

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg auf Nordsyrien im Frühjahr 2018 und die aktuellen Drohungen gegen weitere friedliche selbstverwaltete Gebiete Nordostsyriens sind ein Angriff auf die Frauenrevolution in dieser Region und weltweit.

Sie zeigen das Ausmaß der menschenverachtenden und faschistischen Politik des türkischen Staates, der kein freies und gleichberechtigtes Leben jenseits des kapitalistischen Patriarchats dulden will.

Die feministische Kampagne „Gemeinsam Kämpfen“ ruft deshalb alle Menschen, die auf der Seite der Frauenrevolution stehen, dazu auf, aktiv zu werden und den feministisch revolutionären Widerstand zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Verteidigen wir gemeinsam die Frauenrevolution von Rojava, verteidigen wir unsere Hoffnung!

Jin Jiyan Azadi!

Für die Frauenrevolution und ein Leben jenseits des kapitalistischen Patriarchats!

Freiheit für Abdullah Öcalan und alle politischen Gefangenen!

Sechs Jahre sind vergangen seit dem Mord an Sakine Cansiz, Leyla Seylamez und Fidan Dogan – eine Würdigung

Am 9. Januar 2013 wurden drei wichtige Freundinnen aus ihrem und unserem Leben gerissen. Einige von uns kannten sie gut, andere haben von ihnen gerade erst erfahren. Wir fühlen uns ihnen tief verbunden. Sakine, Leyla und Fidan fehlen uns, aber ihre Ideen leben jeden Tag weiter. Wir tragen ihre Energie mit uns und das Gedenken an sie stärkt uns im Glauben an die befreite Gesellschaft.

Der Mord an den drei revolutionären Frauen ist nur eine von vielen grausamen Taten des faschistischen türkischen Regimes. Diese Morde stehen aber darüber hinaus auch für weltweite patriarchale Logiken und für die Angst des Patriarchats vor starken Frauen und dem, was sie erreicht haben und erreichen werden. Die Kraft der kurdischen Frauenbewegung strahlt weit über Kurdistan hinaus. Sie ist uns lebendiges Beispiel eines radikalen feministischen Widerstandes, der der unmenschlichen kapitalistischen Realität Tag für Tag seine Legitimität abspricht.

Solche politischen Morde werden den Kampf der Frauen nicht stoppen können. Die Angriffe auf uns verstärken sich, aber auch die Widerstände. Mit der Orientierung an radikalen Kämpfen wie denen der Kurdinnen, Zapatistas, der Gulabi Gang und anderen werden sich viele FrauenLesbenTransInter in Zukunft organisieren, wir werden Wege finden die deutlich machen, dass unsere Solidarität auf Dauer stärker sein wird als ihr Wille zu Macht, Konkurrenz und Vernichtung.

Um solche Angriffe gegen Frauen durch das herrschaftliche, patriarchale System zu stoppen müssen wir die Differenzen untereinander wertschätzen, Widersprüche aushalten und bearbeiten. Wir müssen an den Herausforderungen wachsen, von der Vergangenheit lernen die Zukunft zu gestalten. Über Bewusstseinsbildung und die Erkenntnis dass uns niemand außer uns selbst aus der Lage der Unterdrückung befreien wird, werden wir eine gemeinsame Stärke entwickeln. Wir müssen den Angriff auf eine einzelne als Angriff auf alle betrachten, jeder Mord muss uns auf die Straße und in die Diskussion zu Hause, auf der Arbeit und in der Straßenbahn bringen. An jeder Ecke müssen Frauen* die Möglichkeit haben ihre eigene Unterdrückung auf ihre Art und Weise zu verstehen und ihr begegnen zu können. Nehmen wir uns den Raum den wir brauchen und wagen wir das Äußerste!

Stellungnahme zur Berichterstattung der Presse zu Feminiziden und Aufruf zur Demonstration am 13.12.2018 in Hamburg

Am Mittwoch, dem 5.12.2018, wurde in Hamburg-Altona eine 42-jährige Frau von ihrem getrennt lebenden Ehemann (49 Jahre) ermordet. Sie war Mutter von vier Kindern im Alter von 7, 11, 14 und 18 Jahre. Ihr elfjähriger Sohn fand sie, als er von der Schule nach Hause kam, tot im Schlafzimmer. Sie hatte Verletzungen am Kopf und mehrere Stichverletzungen am Körper. Am Abend wurde der Ex-Partner der Frau und Vater des Kindes festgenommen. Es war nicht das erste Mal, dass er ihr gegenüber gewalttätig wurde. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Am Donnerstag, dem 6.12.2018, stach in Hamburg-Wandsbek ein 39-jähriger Mann mit einem Brotmesser – im Beisein des zweijährigen Kindes – auf seine 23-jährige Ehefrau ein. Sie erlitt eine Stichverletzung im Bereich des Rückens und musste vor Ort von Notärzten behandelt werden, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Der Mann kam in Untersuchungshaft.

In den öffentlichen Medien wurden beide Fälle als Familiendramen darstellt.

Feminizide müssen als solche benannt werden!

Anders als die Presse es darstellt, handelt es sich hierbei nicht um Beziehungstaten, Familiendramen oder Einzelschicksale, sondern um einen legitimierten (versuchten) Mord an einer Frau in einem patriarchalen System.

Täglich werden überall auf der Welt Frauen*, Trans* und Inter*personen misshandelt, gefoltert und ermordet, weil man sie ihrem Recht, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen, beraubt und versucht mittels Gewalt sich ihnen zu ermächtigen, sie einzuschüchtern oder zu bestrafen.

Statt Feminizide als solche zu benennen, lesen wir von Beziehungstat oder Familiendrama – wenn weiße Männer Täter sind – oder Ehrenmord – bei Men of Color als Täter.

Obwohl die Presse rund um den 25.11. – den Tag gegen Gewalt an Frauen – das Thema aufgegriffen und das Wort ‚Feminizid‘ benutzt hat, fällt sie nur wenige Tage später wieder in die kritisierten Strukturen zurück und nutzt das kritisierte Vokabular. Damit muss Schluss sein!

Feminizide als Beziehungstat oder Familiendrama darzustellen ist gefährlich, da es die Morde in gewisser Weise rechtfertigt und die strukturelle geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen* unsichtbar macht, indem es die Morde individualisiert und nicht als gesellschaftliches Problem anerkennt.

Denn wenn von einem ‚Familiendrama mit vorausgegangenem Beziehungsstreit‘ die Rede ist, denken die meisten Menschen unweigerlich an ‚Mord im Affekt‘ und nicht daran, dass die Frau* ermordet wurde, weil sie eine Frau* ist. Sicher finden viele, wenn sie von einem Feminizid – oder wie die Presse es darstellt einer ‚Beziehungstat‘ – lesen, das ganz furchtbar, tun es aber als Einzelschicksal ab, als etwas, was Anderen passiert. Dem ist aber nicht so. Denn Gewalt an Frauen* ist politisch und es hättest auch du sein können!

Erheben wir uns gegen patriarchale Gewalt!

Es reicht nicht, von patriarchaler Gewalt zu lesen, es furchtbar zu finden und es dann wieder aus dem Bewusstsein zu schieben. Wir müssen darauf aufmerksam machen, dass es eben keine – wie von der Presse dargestellte – individuelle Tat, sondern ein gesellschaftliches Problem ist, welches auf die strukturelle geschlechtsspezifische Gewalt zurückzuführen ist, die in unserem System fest verankert ist. Wir müssen uns endlich erheben und unsere Wut auf die Straße tragen!

Tag X

Die Nichtreaktion, die auf die Morde in Hamburg stattfindet, ist kaum auszuhalten. Die feministischen Widerstände und Reaktionen auf solche immensen Angriffe hatten historisch gesehen schon mal einen ganz anderen Charakter und scheinen wohl heutzutage in der Nachrichtenflut des Internets entweder unterzugehen oder gar nicht erst wahrgenommen zu werden. Damit schnappt die Falle zu, die das kapitalistische Patriarchat und ihr medialer Apparat uns stellen: Es als einen Normalzustand zu verstehen, dass Frauen* ermordet werden oder auf ihre Interpretationen hereinzufallen. Wo bleibt unser feministischer Aufschrei, unsere Wut und Trauer und unser sich daraus entwickeltender Widerstand und klares Aufstehen mit einem „NEIN“ gegen Morde und Gewalt an Frauen* sowie Trans* und Inter*personen?

Schon seit Längerem gibt es die Idee – am Tag nach Bekanntwerden eines Feminizids – sich die Straße zu nehmen und laut und wütend darauf aufmerksam zu machen, was geschehen ist. Uns ist klar, dass nicht sofort zehntausende unserem Aufruf folgen und wir über Nacht eine so große Bewegung wie NiUnaMenos in Lateinamerika werden. Aber wir wissen auch, dass wir das nie sein werden, wenn wir nicht irgendwann mal damit anfangen.

Kommt mit uns auf die Straße! Motiviert euch, selbst Aktionen zu planen, euch zu vernetzen und feministischen Protest wieder mehr sichtbar, hörbar und umsetzbar zu machen! Ein Angriff auf eine* heißt ein Angriff auf alle*!

Demonstration am Donnerstag 13.12.2018

Aus Wut über die Berichterstattung zu dem Feminizid bzw. versuchten Feminizid haben wir uns dazu entschieden eine Demonstration – am Donnerstag, 13.12.2018 um 17.30 Uhr ab Saturn am Hauptbahnhof – zu organisieren. Teilt den Aufruf mit euren Freund*innen, kommt mit uns auf die Straße und lasst uns ein wütendes Zeichen gegen Feminizide setzen!

 

Redebeitrag zum 25.11.18 – dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen/LGBTIQ

Liebe Freund*innen,

zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen möchten wir heute von patriarchaler Gewalt sprechen. Einer Gewalt, die sich in vielen Formen zeigt und die neben Frauen auch Personen anderer Geschlechtsidentitäten betrifft. Einer Gewalt, die sich nicht nur zwischen Menschen untereinander ausdrückt, sondern auch ökonomische, soziale, politische, staatliche und reproduktive Unsicherheiten umfasst. Diese strukturelle Gewalt bleibt oft unsichtbar. Durch Vereinzelung und Konkurrenz die unseren Alltag prägen, werden Gewalterfahrungen zu Einzelschicksalen gemacht und das Patriarchat wird nicht als System der Gewalt erkannt, welches uns alle betrifft.

Wenn wir von patriarchaler Gewalt sprechen, sprechen wir auch immer von einer Verschränkung mit anderen Machtmechanismen wie Rassismus, Homo- und Trans*feindlichkeit. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam gegen diese unterschiedlichen Formen der Unterdrückung und Macht kämpfen.

Patriarchale Gewalt ist auch staatlich organisiert und wird dann hauptsächlich durch Institutionen ausgeübt, die vorgeben „ Sicherheit“ zu gewährleisten. Diese vermeintliche Sicherheit begegnet uns aber als Gewalt: in der Form von Gesetzen, Überwachung und Repression – in denen sich überall das Patriarchat widerspiegelt.
Gestern waren mehrere Tausend Menschen auf der Straße, um gegen die Innenministerkonferenz nächsten Mittwoch zu demonstrieren. Dieses Jahr wird dort wahrscheinlich über neue Polizeigesetze und eine weitere Aushöhlung des Asylrechts gesprochen. Aber auch andere emanzipatorische Bewegungen und Kämpfe können als Themen auf der IMK besprochen und somit kriminalisiert werden, unter dem Deckmantel einer größeren “Sicherheit” für die deutsche Gesellschaft.

Doch die Sicherheit, die wir brauchen, gegen all die verschiedenen Formen von Gewalt, können wir uns nur selber schaffen. Dafür müssen wir uns gemeinsam organisieren und uns selber verteidigen. Das kann heißen, auf eine Belästigung hin jemandem ins Gesicht zu schlagen, sich vom Chef nichts sagen zu lassen, einer befreundeten Person von einer Gewalterfahrung zu erzählen, sich mit anderen hinzusetzen und gemeinsam Kraft zu tanken oder über feministische Widerstandsgeschichte zu reden. Selbstverteidigung bedeutet, uns jeden Tag daran zu erinnern, dass wir handeln und Widerstand leisten können – und am besten geht das kollektiv. Dafür müssen wir uns gegenseitig zuhören und Konflikte solidarisch austragen.

Überall auf der Erde kämpfen besonders Frauen, Lesben, Trans und Inter für eine andere Welt, in der das gute Leben für alle möglich ist. Eine Welt, in der niemand Angst haben muss. Weder abends auf der Straße, noch in den eigenen vier Wänden. Eine Welt, in der alle gleichberechtigt mitbestimmen können.
In Brasilien mobilisierte die feministische Bewegung hunderttausende Menschen zu Demonstrationen gegen Bolsonaro. Es war die feministische Bewegung, die in diesem Wahlkampf die entschiedenste Opposition gegen den Kandidaten der extremen Rechten organisierte.
Auch die Revolution in Rojava zeigt uns ein Beispiel für ein Gesellschaftsmodell, dessen Basis die Geschlechterbefreiung ist. Ein aktiver Kampf gegen Patriarchale Strukturen auf institutioneller wie privater Ebene kann nur kollektiv gelöst werden. Wie für den kurdischen Befreiungskampf, ist auch für uns klar: eine revolutionäre Gesellschaft, die für alle Menschen ist, kann nur ohne das Patriarchat gelebt werden!

Aufruf zur Beteiligung an den Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen zum Frauenkampftag, am 8. März

Liebe Frauen, Lesben, Trans und Inter,

als feministische Kampagne „Gemeinsam kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie“ rufen wir euch alle zur Beteiligung an den Aktionen und Veranstaltungen am und rund um den internationalen Frauen*kampftag am 8. März auf!
Seit einigen Jahren beobachten wir in Deutschland und ganz Europa einen erschreckenden Rechtsdrang in der Politik und der öffentlichen Diskussion. Die Folgen hiervon sind unter anderem, dass fast überall traditionelle Rollenmuster ein bitteres Comeback erfahren.
In Deutschland wird massiv gegen die gesellschaftliche Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt vorgegangen. Für pflegerische und soziale Berufe wird kein angemessener Lohn gezahlt. Frauen* in Polen wird weiter ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung verboten. Homosexuelle Menschen in Russland müssen noch immer um ihr Leben fürchten. Diese empörende Aufzählung könnten wir noch ewig weiterführen, denn es gibt so viele Beispiele für patriarchale Angriffe auf unsere Freiheit, die wir jeden Tag erleben. Dem wollen und müssen wir ein Ende setzen!
Die Zeit ist schon lange gekommen, dass wir gemeinsam diesem Rollback etwas entgegen setzen. Wir müssen Errungenschaften derjenigen, die vor uns gekämpft haben wertschätzen – wir dürfen uns aber nicht auf ihnen ausruhen! Denn auch die häufig fehlenden oder voneinander gespaltenen feministischen Positionen in der Öffentlichkeit haben die erstarkte Rechte von heute mit ermöglicht. Lasst uns wieder sichtbar werden! Nicht als gespaltene vereinzelte Kleingruppen, sondern als diverse und miteinander verbundene feministische Bewegung. Als gesellschaftliche Kraft, die Mut und Widerständigkeit ausstrahlt und ein gutes Leben für alle Menschen weltweit erkämpft.
Der 8. März ist für alle feministischen Menschen auf der ganzen Welt ein zentraler und aussagekräftiger Tag. Schon immer gingen Frauen* für Geschlechterbefreiung und für ihre Rechte als gleichwertige Menschen anerkannt zu werden auf die Straße. Mit Blick auf die letzten 2 Jahrhunderte begann dieser Kampf mit dem Erstreiten des Wahlrechts Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon lange geht es an diesem Tag ebenfalls um die Emanzipation von allen FrauenLesbenTransInter und nicht-binären Personen und um die Entschlossenheit eine andere Gesellschaft möglich zu machen, in der alle ihren Platz haben. Wir wollen patriarchale Strukturen benennen und zu Fall bringen. Gemeinsam und überall!
In diesem Sinne wollen wir alle Frauen* dazu aufrufen, öffentlich und laut aufzutreten. Es ist immer gut, wenn wir uns zusammenfinden, uns austauschen, stärken und organisieren. Der 8. März ist eine wunderbare Gelegenheit dies in aller Öffentlichkeit tun. Auf den Straßen und Plätzen, in den Parks und der Innenstadt: KAMPF DEM KAPITALISTISCHEN PATRIARCHAT! FRIEDEN, FREIHEIT, FEMINISMUS!
Kein Verstecken bei Frühstücks, Kaffeetrinken und Vorträgen – raus aus den Häusern, die Straße gehört uns!
Denn es geht um nicht weniger als unsere Freiheit, um nicht weniger als die Freiheit aller Menschen. Zeigen wir unsere wütenden Gesichter, machen wir unsere lauten Stimmen unüberhörbar, setzen wir unsere wunderbaren Körper in Bewegung.
Wir freuen uns darauf euch zu begegnen, Schulter an Schulter Parolen zu rufen und Hand in Hand gemeinsam diesem Tag und seiner Bedeutung gerecht zu werden! Für einen kämpferischen 8. März!

Aufruf zur bundesweiten Großdemonstration „Frieden für Afrin“ am 3. März in Berlin

*Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!*

Der Krieg der Türkei gegen Afrin ist ein Angriff auf die Revolution, ein Angriff auf die Geschlechterbefreiung, ein Angriff auf uns alle! Die Gesellschaftsidee, die in Rojava ihre Verwirklichung findet, ist eine friedliche, ökologische und demokratische Lösung für die Region. Eine friedliche Lösung scheint offenbar nicht im Interesse der türkischen Regierung zu sein. Dem stellen wir uns entschlossen entgegen.

Seit dem 20. Januar 2018 greift das türkische Militär mit Luftangriffen und Artillerie Afrin – den westlichsten Kanton der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Rojava – im Rahmen einer offiziellen Operation an. In diesem schmutzigen Krieg sind bereits zahlreiche zivile Todesopfer zu beklagen. Der Kampf der türkischen Regierung gegen Menschenrechte und Demokratie wird Seite an Seite mit IS-Kämpfern und islamistischen Verbänden der sogenannten „Freien Syrischen Armee“ geführt.

Die deutsche Bundesregierung ist nicht unbeteiligt. Durch die zahlreichen Waffenlieferungen an die Türkei, den Fokus auf die “gemeinsamen Interessen” der deutsch-türkische Beziehung und die fehlende konsequente Gegenpositionierung wird dem quasi-faschistischen Erdogan-Regime dieses Vorgehen ermöglicht. Auch hierzulande hat sich die Kriminalisierung kurdischer Aktivist*innen extrem verschärft und die Proteste sind einer immer härteren Repressionswelle ausgesetzt. Deutschlandweit wird in zahlreichen Städten das Versammlungs- und Demonstrationsrecht massiv eingeschränkt. Demonstrationen werden von der Polizei entweder nicht genehmigt, angegriffen oder frühzeitig aufgelöst. Sogar das Rufen bestimmter Slogans sowie das Zeigen aller Fahnen und Symbole der Freiheitsbewegung Kurdistans bzw. kurdischer Vereine wird verboten. Vermehrt finden Hausdurchsuchungen und Festnahmen von Aktivist*innen statt. Dem kurdischen Verein NAV-DEM, das Demokratische Gesellschaftszentrum für Kurd*innen in Deutschland, wird die Anmeldung von Antikriegspotesten durch deutsche Sicherheitsbehörden verboten.

Doch die propagierte Besatzung Afrins binnen weniger Tage ist dem türkischen Militär dennoch nicht gelungen. Unter größtem Einsatz leisten insbesondere die Einheiten der YPG/ YPJ sowie die QSD in einer erbitterten Selbstverteidigung erfolgreich Widerstand und wehren den Vormarsch der türkischen Armee ab. Sie verteidigen die Freiheit der Bevölkerung. Die demokratische Selbstverwaltung dieser Region ist ein beispielhaftes Vorbild für den Erfolg und die Möglichkeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Dieser Erfolg strahlt in die ganze Welt.

In der Demokratischen Föderation Nordsyrien organisieren sich Frauen auf allen Ebenen unabhängig. Dies ermöglicht ihnen sich zu stärken, autonom zu leben und den patriarchalen Verhältnissen etwas entgegenzusetzen. Die Kraft, die von ihnen ausgeht, zeigt, dass sie sich der Herrschaft und dem Krieg nicht unterwerfen und nicht bereit sind, ihre Unterdrückung zu dulden.
Deshalb ist der Angriff auf Afrin vor allem auch ein Angriff auf die Frauenrevolution! Doch nicht zuletzt durch die tiefe Überzeugung und die mutige Verteidigung der Frauen, wird es nicht gelingen, den Aufbau einer befreiten Gesellschaft zu verhindern.

Wir werden nicht zulassen, dass der Krieg der türkischen Regierung sowie die Unterstützung dieses Krieges in deutschen Medien zu einem Randthema werden. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass der Widerstand in Rojava sichtbar bleibt und die Bevölkerung hier von der Revolution in Rojava erfährt.

Der Angriff auf Afrin ist ein Angriff auf die Zivilbevölkerung vor Ort. Er ist ein Angriff auf Selbstverteidigungseinheiten, die diese Menschen schützen. Ein Angriff auf demokratische und selbst verwaltete Strukturen. Auf Frauenbefreiung, Geschlechtergerechtigkeit und eine ökologische Gesellschaft.

In allen Teilen der Welt gehen Menschen auf die Straße. In Rojava finden sogar Märsche statt, bei denen Menschen verschiedener Herkunft ihre Solidarität ausdrücken und den Widerstand in Afrin
unterstützen. Das Aufbegehren hier und überall richtet sich gegen Faschismus, Kapitalismus, die Zerstörung der Natur, das Patriarchat, gegen Kriegspropaganda und Rüstungspolitik.

Wir müssen den türkischen Angriffskrieg als Angriff auf uns alle verstehen und diese Erkenntnis in eine Praxis der Begegnung und des gegenseitigen (Kennen-)Lernens umsetzen. Machen wir die Proteste auch zu unseren Protesten und setzen uns aktiv in Verbindung mit unseren kurdischen Genoss*innen.

Wir müssen den türkischen Angriffskrieg als Angriff auf emanzipatorische und revolutionäre Ideen im Allgemeinen werten. Als Linke, Antifaschist*innen, Feminist*innen und als all diejenigen, die für eine Gesellschaft ohne Krieg und Unterdrückung kämpfen, sollten wir die aktuelle Solidaritätsbewegung nutzen um gemeinsam eine widerständige Praxis zu entwickeln und uns weiter vernetzen. Eine Form die Revolution zu verteidigen, ist ihre Ideen zu verbreiten, sie hier zu diskutieren und Strukturen aufzubauen, die sich – wie in Rojava – für ein Leben einsetzen, dass einen Ausweg aus dem zerstörerischen System des kapitalistischen Patriarchats darstellt.

Lasst uns daher über unsere Gemeinsamkeiten sprechen und uns nicht an unseren Unterschiedlichkeiten spalten lassen. Lasst und gemeinsame Ziele finden und Strategien entwickeln, wie wir auch hier unsere Ideen auf gesellschaftlicher Ebene umsetzen können.

Lasst uns zusammen am 3. März 2018 auf die Straße gehen und uns entschlossen gegen die Angriffe der türkischen Regierung auf Afrin stellen. Schließt euch uns – wir sehen uns im feministischen Block um 12 Uhr am Alexanderplatz.

Unsere Solidarität gegen ihre Waffen!
Gegen Kapitalismus und Patriarchat!
Für den Feminismus und die befreite Gesellschaft!

Die Verteidigung Afrins bedeutet die Verteidigung der Frauen*revolution!
Bijî Afrin, Bijî Rojava, Bijî Azadî!

#gemeinsamkämpfen

#WomenRiseUpForAfrin

Mehr Infos zur Demo: https://friedenafrin.wordpress.com/aufruf/

Statement read in Strasbourg from the internationalists of the long march

Über 150 Internationalist*innen waren zwischen dem 8. und 17. Februar auf den Straßen in Luxemburg, Frankreich und der Schweiz, um auf die Situation Abdullah Öcalans, den Krieg der Türkei gegen Afrin, die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in Europa aufmerksam zu machen und für eine demokratische, geschlechterbefreite und ökologische Gesellschaft zu werben.

Dear comrades, those who are walking in solidarity for the liberation of Abdullah Öcalan and all political prisoners in Turkey and all over the world, for the defense of the Rojava revolution and the end of the Turkish invasion in Afrin, we salute you!

We came from different parts of the world, we are people from different origins and more than 17 nationalities. We cannot deny that in each of the places we come from we have struggles and resistance that are manifested everyday. However, due to the historical bonds between our people, we also can not deny that what would happen there will affect the whole world and will inspire us to struggle against the institutions of oppression wherever we are.

Most of us who are here have not suffered what you are suffering in the diaspora. We can even travel to your land while you are denied the right to do so. Which kind of world is this one in which the children of Kurdistan cannot go back to their homes, visit their families, live and die in their land? This put us in a privileged position, and this privilege means an undeniable responsibility: to work hardly until there are no more borders or wars, until the children of your land can come back, until the fire of the revolution lights every corner of this world and until there is no one left in this world who has to forcedly leave his or hers beloved home.

We are convinced that the day will come in which the nations without state will recover the place that was stolen from them by the nation-states. But for you this is already a reality: you have taken back Rojava from the hands of the Syrian regime and defended it against DAESH, you have built the Democratic Confederalism, a political system in opposition to the nation-states, developed an ecological way of economy instead of the industrial exploitation of mother nature , women are taking back and building their own spaces that patriarchy and capitalism stole from them, your youth want to come back to their homeland and your grandmothers defend it with weapons if necessary. Due to all of this we have a joint duty to defend the Rojava revolution in order to allow this flame to continue burning more and more, and thus shining us the way to the collective liberation, towards a fair and peaceful world.

We are facing the downfall of the capitalist civilization and witnessing the dawn of democratic modernity. As internationalists, we answer to your invitation of rowing all together in the same ship against the capitalist forces who are defending themselves with bombs from their eminent collapse.

Neither the rain, nor the snow, nor the insults and provocations from turkish fascists were able to stop our determination to march for the freedom of Abdullah Öcalan and all the political prisoners in Turkey as in the rest of the world; for the defense of the revolution in Kurdistan and for the end of the invasion in Afrin.

As internationalists we salute and respect you, your struggle inspires us and gives us hope,

Long live to the peoples who struggle, as resistance is life.
Long live the Kurdish people who is determined to not be annihilated.
Long live the Revolution of Kurdistan.
Long live the solidarity and comradeship between peoples.

Überall ist Afrin, überall ist Widerstand!
Und was das mit uns zu tun hat…

Seit dem 20. Januar gehen kurdische Vereine, Gruppen, Einzelpersonen und Familienangehörige auf die Straße, um gegen den Angriff der Türkei auf Afrin zu protestieren.
Dieser Protest ist sowohl von den Motivationen als auch den Aktionsformen und der Intensität vielfältig.
Die Demos sind Proteste gegen den türkischen Angriffskrieg, Solidaritätsaktionen mit dem Widerstand in Afrin, Ausdruck von Wut und Trauer über den Verlust von Angehörigen und Freund*innen, Zeichen von Wut auf patriarchale und kapitalistische Gesellschaften und ein Ruf nach einer befreiten Gesellschaft für Alle.

Auf der Straße treffen wir auf Menschen, die sich seit langem für die Rechte von Kurd*innen in Kurdistan und weltweit einsetzen, andere, die außerdem die Ideen des Demokratischen Konföderalismus auch in Deutschland bekannt machen wollen, solche, die gegen Krieg demonstrieren und wieder andere, die vor allem hier sind, um ihre Trauer und Wut über den Angriff auf ihre Angehörigen, Verwandten, Freund*innen auf die Straße zu tragen.

Dieses Schreiben ist ein Versuch uns alle nochmal mitzunehmen und für kreative Aktionen, Präsenz und Redebeiträge auf diesen Demos und darüber hinaus anzuregen bzw. darin zu bestärken.
Wir werden nicht zulassen, dass der Krieg der türkischen Regierung und die Unterstützung dieses Krieges durch die BRD in den deutschen Medien zu einem Randthema werden.
Wir werden weiter dafür kämpfen, dass der Widerstand in Rojava sichtbar bleibt und die Bevölkerung hier von der Revolution in Rojava – die zuallererst eine Revolution der Frauen und der Jugend ist – erfährt.

Nach wie vor werden die Proteste hier als „Kurden-Proteste“ gelabelt. Als Proteste, die eigentlich nichts mit „uns hier“ zu tun haben sollen. Dabei sind sie so viel mehr und das wissen viele von uns auch. Bei jeder Aktion sind auch deutsche oder andere internationalistische Menschen und Genoss*innen anzutreffen.

Die aktuelle Situation ist zuallererst eine konkrete Bedrohung für die Bevölkerung Afrins.
Doch angelehnt an die Ideen der kurdischen Befreiungsbewegung unter dem Paradigma des Demokratischen Konföderalismus sind die zahlreichen Proteste auch Möglichkeitsräume.
Sie bieten die Chance sich persönlich und politisch zu begegnen und daraus dauerhafte Verbindungen zu schaffen.

Denn der Angriff auf Afrin ist nicht nur ein Angriff auf die Zivilbevölkerung vor Ort. Er ist ein Angriff auf Selbstverteidigungseinheiten, die diese Menschen schützen. Ein Angriff auf demokratische und selbst verwaltete Strukturen. Auf Frauenbefreiung, Geschlechtergerechtigkeit und eine ökologische Gesellschaft.
Auf die konkreten widerständigen und basis demokratischen Praxen in Nordsyrien – wo in Zeiten des Krieges schwer Vorstellbares geschaffen wurde und wird: Ein Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen, das auf den Bedürfnissen Einzelner beruht und diese zu kollektiven Interessen zusammen führt. Ein Zusammenleben, welches versucht kapitalistischen und patriarchalen Logiken ein Schnippchen zu schlagen und Menschen abseits dieser Logiken ermächtigt ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Das Aufbegehren hier und überall – denn in allen Teilen der Welt gehen Menschen auf die Straße, in Rojava finden neben Demonstrationen riesige Märsche nach Afrin statt – dieses Aufbegehren richtet sich gegen Faschismus, Kapitalismus, die Zerstörung der Natur, Armut, das Patriarchat, den Neoliberalismus, gegen Kriegspropaganda und Rüstungspolitik.

All das sind originäre Themen der Linken in Deutschland. Tragen wir diese in die Proteste. Greifen wir den Faden auf. Machen wir die Proteste auch zu unseren Protesten und setzen uns aktiv in Verbindung mit unseren kurdischen Genoss*innen. Wir müssen den türkischen Angriffskrieg als Angriff auf uns alle verstehen und diese Erkenntnis in eine Praxis der Begegnung und des gegenseitigen (Kennen-)Lernens umsetzen.

Geht in euren Städten in die Vereine, zu Treffen und Veranstaltungen, die sich mit Afrin und Rojava befassen. Verbindet die Themen, an denen ihr sowieso dran seid mit dem Widerstand in Afrin.

In Redebeiträgen, Aktionen, Veranstaltungen, aber auch am Küchentisch und auf der Arbeit können wir die Themen Faschismus, Kapitalismus, die Zerstörung der Natur, Armut, das Patriarchat, den Neoliberalismus, Kriegspropaganda und Rüstungspolitik usw. aufgreifen.
Wir sollten thematisieren, was dieser Krieg dort mit uns und mit hier zu tun hat.
Was hat der Angriff der Türkei mit Antifeminismus zu tun?
Was mit der Kritik am kapitalistischen System und an Nationalismus?
Wir sollten Repression gegen Kurd*innen thematisieren – die Fahnenverbote, die fast täglichen Schikanen und Durchsuchungen vor den kurdischen Vereinen.

Lasst uns die Menschen, die wir auf Demos sehen und solche, die an uns vorbei gehen, kennen lernen. Wir wollen die kennen lernen, die sich seit Jahren in der gleichen Stadt engagieren gegen Kapitalismus und Patriarchat und die wir trotzdem nicht kennen.
Und diejenigen, die auf der Straße sind, weil sie in Angst sind um ihre Familien und Angehörigen, die in Afrin und Kurdistan im Widerstand sind.

Unsere Solidarität gegen ihre Waffen.
Gegen Kapitalismus und Patriarchat.
Für den Feminismus und die befreite Gesellschaft!
Solidarische Grüße!

Gemeinsam Kämpfen! Feministische Kampagne für Selbstbestimmung
und Demokratische Autonomie, Februar 2018

@femkampagne, #gemeinsamkämpfen
gemeinsamkaempfen.blogsport.eu
gemeinsamkaempfen@riseup.net

Und hier noch ein Lesetipp, der unser Anliegen nochmal ausführlicher aufgreift:
lowerclassmag.com/2018/02/was-tun-fuer-afrin/

Gründung des Widerstandkomitees Altmark/Wendland

Heute, am 10. Februar 2018, sind wir dem Aufruf von NAV-DEM
(Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland)
gefolgt und haben ein Widerstandskomitee gegründet.

Im Geiste der Kampagne: „Gemeinsam kämpfen“
(https://gemeinsamkaempfen.blogsport.eu/), haben wir uns mit kurdischen
Menschen getroffen und über weitere Protest- und Widerstandsstrategien
hier in der Region geredet. Es war für uns als deutsche Aktivist*innen
sehr emotional und heftig, die Realität von Menschen mit zu bekommen,
deren Familien in einem Kriegsgebiet leben. Nicht nur über diese Sachen
zu lesen, sondern von Menschen,die betroffen sind,zu hören was es mit
ihnen macht. Uns ist wieder einmal bewusst geworden, in welcher
Komfortzone wir hier in Deutschland leben.

Wir haben über verschiedene Ideen geredet und uns ein wenig kennen
gelernt. Am Ende machten wir ein Foto mit Transparent und haben uns für
eine Demo am nächsten Samstag in Lüchow verabredet. Wir wollen weiterhin
mit einander arbeiten und unsere Beziehungen vertiefen. Nur zusammen
können wir etwas erreichen!

Der folgende Text ist von den deutschen Aktivist*innen im Anschluss an
das Treffen geschrieben worden und stellt nicht unbedingt die Meinung
aller Menschen auf dem Gründungstreffen dar:

Die Angriffe auf Afrin sind schockierend, für uns aber nicht
überraschend.

Seit Jahren arbeitet die Türkei (und mit ihr auch andere Staaten) daran
die Kurdische Bewegung zu zerstören und hat dabei eine große
Unterstützung (nicht nur) vom Deutschen Staat.

IMI- online stellt fest: „Bei ihrem Angriff auf die nordsyrische Region
Afrin nutzt die türkische Armee auch Waffen aus Deutschland. In den
Medien wurden die Kampfpanzer Leopard2A4 sehr häufig erwähnt: 2005
genehmigte die Bundesregierung den Export von rund 350
Leopard2A4-Panzern der deutschen Rüstungsfirma Kraus-Maffei-Wegmann an
die Türkei. Deutschland kümmert sich seitdem um die optimale
Funktionsfähigkeit der Panzer. Noch im Januar 2017 wurden Ersatzteile
für diese geliefert, obwohl türkische Streitkräfte schon 2015 und 2016
Panzer gegen die kurdische Minderheit – auch Zivilist_innen – in der
Türkei einsetzten. Dabei kamen mindestens 2.000 Menschen ums Leben und
mehr als 30 Städte wurden zerstört. Die Leopard2A4-Panzer werden nun
auch im Angriffskrieg gegen Afrin verwendet.(1)“

Die Türkei ist in der Liste der Exporte von deutschem Militärgerät sehr
weit oben. 2017 wurden Exporte in Höhe von mehr als 25 Millionen Euro
bewilligt (2). 2016 waren es mehr als 83 Millionen (3).Gleichzeitig wird der Bau einer Panzerfabrik in Karasu an der Schwarzmeerküste östlich von
Istanbul geplant, in der ein Rheinmetall Joint-Venture den neuen
türkischen Kampfpanzer Altay herstellen will (4). Deutschland liefert
Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete (5).

Die Internetseite Waffenexporte.org gibt einen guten Überblick darüber,
in welche Länder Deutschland Rüstungsgüter verkauft (6)6.

Deutschlands Rolle ist in diesem wie in vielen anderen Kriegen von
Doppelmoral geprägt.

Weil kurdische Kämpfer*innen die Einzigen waren, die militärische
Erfolge gegen den IS hatten, lieferte Deutschland guten Gewissens die
Panzerabwehrrakete ‚Milan‘ an kurdische Truppen (Peschmerga).

Doch weil der türkische Staat zahlt, liefert Deutschland auch dorthin.

Obwohl der Angriff Erdogans auf Afrin seit langem vorherzusehen war, zog
die deutsche Regierung die bereits erteilte Genehmigung für die
Modernisierung deutscher Kampfpanzer des türkischen Militärs jetzt
vorläufig zurück.

Das nützt den angegriffenen Menschen gerade auch nicht mehr viel.

Und auch wenn Deutschland die Exporte verbieten würde, würden die
Deutschen Rüstungsfirmen (mit personeller Unterstützung von
Politiker*innen) Wege finden, das Gerät unter die Leute zu bringen, was
sie auch schon sehr oft bewiesen haben.

Denn für Deutschland bedeutet dies Exportüberschüsse. Gewinn.

Egal wie die Kampfhandlungen verlaufen, Deutschland und seine
Rüstungsfirmen werden mal wieder davon profitieren. Deshalb gibt es
keinen Skandal in der Politik, wenn Waffen an Kriegstreiber*innen
geliefert werden!

Die Menschen zählen nicht, nur das Kapital und dessen Vermehrung.

Es ist die Logik des kapitalistischen Systems und seiner
Nationalstaaten.

Trotz (derzeit) Bundesweiter Demos und Aktionen gegen den türkischen
Angriffskrieg, wird in deutschen Medien häufig nur zaghaft und einseitig
über die Intervention und den Protest dagegen berichtet.

In Deutschland ist die PKK verboten und als Terrororganisation gelistet.

Obwohl die Einheiten der kurdischen Guerilla (YPJ/YPG),maßgeblich und
erfolgreich am Kampf gegen den IS (DAESH) beteiligt waren/sind (siehe
die Befreiung von Kobane) undsich in Rojava in Nord-west-syrien eine
basisdemokratische Gesellschaft mit den Grundsätzen der Frauen*befreiung
und Ökologie etabliert.

Die Mächtigen haben Angst davor.

Sie wollen das System des kapitalistischen Patriarchats erhalten und die
Türkei ist nur ein Player.

Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Wir werden nicht aufgeben und
zusammen mit unseren kurdischen Genoss*innen und Freund*innen gegen
diese Zustände kämpfen.

Wir werden Widerstand leisten und die Kapitalistische Moderne
herausfordern.

Wir rufen auf, zu Solidaritätsaktionen und der Gründung weiterer
Komitees!

Wir rufen die deutschen Genoss*innen dazu auf, Widerstand zur Praxis
werden zu lassen!

Lasst uns gemeinsam den imperialistischen und kolonialenKrieg beenden.

Für eine Gesellschafft von unten und links!

Jin. Jiyan. Azadi!

Frauen, Leben, Freiheit!

Biji Rojava! Biji Azadi!

Widerstandskomitee für Rojava/Afrin- Wendland/Altmark

1 http://www.imi-online.de/2018/02/01/deutsche-waffenexporte-in-die-tuerkei/

2 https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-waffenexporte-101.html

3 http://www.waffenexporte.org/wp-content/uploads/2017/03/Waffen-Ex_T%C3%BCrkei.pdf

4 https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7508/

5 https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7511/

6 http://www.waffenexporte.org/category/empfaengerlaender/

Stellungnahme zum Krieg gegen Afrin und Aufruf zu Aktionen und Selbstorganisierung

Als feministische Kampagne „Gemeinsam kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie“ verurteilen wir den schmutzigen Krieg des türkischen AKP-Regimes gegen Afrîn und weitere Orte in der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Rojava, aufs Schärfste.

Der Krieg der Türkei gegen Afrîn ist ein Angriff auf die Revolution, ein Angriff auf die Geschlechterbefreiung, ein Angriff auf uns alle! Die Gesellschaftsidee, die in Rojava ihre Verwirklichung findet, ist eine friedliche, ökologische und demokratische Lösung für die Region. Eine friedliche Lösung scheint offenbar nicht im Interesse der türkischen Regierung zu sein. Dem stellen wir uns entschlossen entgegen.

Seit dem 20. Januar 2018 greift das türkische Militär mit Luftangriffen und Artillerie Afrîn – den westlichsten Kanton der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Rojava – im Rahmen einer offiziellen Operation an. In diesem schmutzigen Krieg sind bereits zahlreiche zivile Todesopfer zu beklagen. Der Kampf der türkischen Regierung gegen Menschenrechte und Demokratie wird Seite an Seite mit IS-Kämpfern und islamistischen Verbänden der sogenannten „Freien Syrischen Armee“ geführt. Ihr ausdrückliches Ziel ist die Vernichtung von ganz Rojava, der gesamten Demokratischen Föderation Nordsyrien.
An diesem Vernichtungsvorhaben ist die deutsche Bundesregierung nicht unbeteiligt. Denn auch durch die zahlreichen Waffenlieferungen an die Türkei und die fehlende konsequente Gegenpositionierung wird dem quasi-faschistischen Erdogan-Regime dieses Vorgehen ermöglicht. Erneut demaskiert sich die deutsche Bundesregierung und zeigt offen, dass Demokratie, Menschenrechte und Geschlechterbefreiung gegenüber wirtschaftlichen Interessen unbedeutend sind.
Doch die propagierte Besatzung Afrîns binnen weniger Tage ist dem türkischen Militär dennoch nicht gelungen. Denn hiergegen befinden sich insbesondere die Einheiten der YPG/ YPJ sowie die QSD in einer erbitterten Selbstverteidigung. Unter größtem Einsatz leisten sie erfolgreich Widerstand und wehren den Vormarsch der türkischen Armee ab.
Sie verteidigen die Freiheit der Bevölkerung. Es ist das Recht aller Menschen sich in Frieden und Selbstbestimmung zu organisieren und ihre befreite Gesellschaft aufzubauen. Die demokratische Selbstverwaltung dieser Region ist ein beispielhaftes Vorbild für den Erfolg und die Möglichkeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Dieser Erfolg strahlt in die ganze Welt. Unabhängig von Religion, Ethnie, Geschlecht und Herkunft wird sich anhand der drei Säulen Geschlechterbefreiung, Ökologie und Basisdemokratie organisiert.
In der Demokratischen Föderation Nordsyrien organisieren sich Frauen* auf allen Ebenen unabhängig. Dies ermöglicht ihnen sich zu stärken, autonom zu leben und den patriarchalen Verhältnissen etwas entgegenzusetzen. Das haben sie sich selbst erkämpft. Die Kraft, die von ihnen ausgeht, zeigt, dass sie sich der Herrschaft und dem Krieg nicht unterwerfen und nicht bereit sind, ihre Unterdrückung zu dulden.
Deshalb ist der Angriff auf Afrîn vor allem ein Angriff auf die Frauen*revolution! Doch nicht zuletzt durch die tiefe Überzeugung und die mutige Verteidigung der Frauen*, wird es nicht gelingen, den Aufbau einer befreiten Gesellschaft zu verhindern.

Wir rufen alle demokratischen und freiheitlichen Kräfte zu zahlreichen Aktionen für Afrîn auf! Jegliche Aktionen begreifen wir als solidarische Verteidigung der Errungenschaften der Menschen in der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Rojava. Diese Revolution hat so vielen von uns Mut, Inspiration und Hoffnung auf eine bessere Welt verschafft, es ist unsere Verantwortung den Angriffen nicht länger zuzusehen! Nehmen wir uns Rojava zum Vorbild, organisieren wir uns!

Wir schließen uns Cenî, dem kurdischen Frauenbüro für Frieden, an:

[…] Deshalb fordern wir die Bundesregierung, die EU, die UN, Russland und die Kräfte der Koalition gegen den IS dazu auf, sich klar gegen die Angriffe zu positionieren und Druck auf die AKP-Regierung auszuüben, die völkerrechtswidrigen Angriffe sofort einzustellen!
Wir fordern ein Ende der Kriegstreiberei im Mittleren Osten! Wir fordern besonders die deutsche Regierung dazu auf, jegliche Waffenexporte an die Türkei zu unterlassen!
Wir fordern eine politische Lösung für Syrien unter Einbezug der VertreterInnen der Demokratischen Föderation Nordsyrien!
Zu finden unter: http://ceni-kurdistan.com/index.php/de/)

Der Kampf um Befreiung ist international!
Die Verteidigung der Freiheit ruft uns auf die Straße!
Frauen*LebenFreiheit – JinJiyanAzadî

Feministische Kampagne „Gemeinsam kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratie“

gemeinsamkaempfen@riseup.net
gemeinsamkaempfen.blogsport.eu
#gemeinsamkämpfen

Unterstützung des Aufrufes von NAV-DEM gegen den Krieg der Türkei und Afrin

Als feministische Kampagne unterstützen wir dringend den folgenden Aufruf von NAV-DEM. Der Krieg der Türkei gegen Afrîn ist ein Angriff auf die Revolution, ein Angriff auf die Geschlechterbefreiung, ein Angriff auf uns alle! Die Gesellschaftsidee, die in Rojava ihre Verwirklichung findet, ist eine friedliche, ökologische und demokratische Lösung für die Region. Eine friedliche Lösung scheint offenbar nicht im Interesse der türkischen Regierung zu sein. Dem stellen wir uns entschlossen entgegen. Die Demonstration am Samstag begreifen wir als solidarische Verteidigung der Errungenschaften der Menschen in der Demokratischen Konföderation Nordsyrien, Rojava. Daher rufen wir zur zahlreichen Teilnahme auf.

*❗NAV-DEM RUFT ZUR BUNDESWEITEN GROßDEMONSTRATION IN KÖLN AUF❗*
*SAMSTAG, 27.01.2018 10.00 Uhr in Köln, Ebertplatz*
*Der kurdische Dachverband NAV-DEM betrachtet die Bundesrepublik als „indirekte Kriegspartei“ in Efrîn und ruft für den kommenden Samstag zu einer Großdemonstration in Köln auf.*
https://anfdeutsch.com/
*Während deutsche Panzer nach Efrîn rollen und die Bundesregierung sich darauf beruft, keine genauen Erkenntnisse darüber zu haben, ruft NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.) zu einer bundesweiten Demonstration in Köln auf.*

*===================*
*Aufruf:*
„Am Samstag, dem 20. Januar 2018, hat die türkische Armee ihren Überfall auf die Demokratische Föderation Nordsyrien offiziell begonnen. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit Tagen unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und türkische Kampfjets. Mit dutzenden Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert. Eingesetzt werden bei diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auch deutsche Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2″. Auch ein Camp, in dem über 500.000 Geflüchteten aus anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden haben, wurde nicht verschont. Die türkische Besatzungsarmee rückt gemeinsam mit islamistischen Verbänden der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an fünf Fronten auf Afrin vor. Im Norden Afrins finden zurzeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der Bevölkerung und der türkischen Armee statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und wehren unter größter Opferbereitschaft den türkischen Vormarsch ab. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll. Allein die Bilanz der ersten drei Tage ist erschreckend; 18 ZivilistInnen wurden ermordet und drei KämpferInnen sind im Widerstand gefallen. Es gibt über 23 verletzte ZivilistInnen.“
*Selbstbestimmung in Nordsyrien soll zerstört werden*
„Der türkische Staat versucht in Afrin das demokratische Projekt, das unter größten Anstrengungen und schweren Opfern in den nunmehr fünf Jahren der Revolution aufgebaut und verteidigt wurde, zu zerschlagen In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert. Die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. In Nordsyrien haben sich die Völker der Region ein gemeinsames Leben erkämpft, jenseits von Nationalismus, religiösem Sektierertum und imperialistischer Fremdbestimmung. In Nordsyrien wird heute eine Gesellschaft aufgebaut, in der Frauen ihre Geschicke selbstbestimmt in die Hand nehmen und autonome Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet. Diese Frauenrevolution ist die Garantie für den Erfolg der Revolution in Rojava. Die Revolution in Nordsyrien ist ein Frühling der Frauen und nie werden sie den Frühling aufhalten können. Mit einer kommunalen Ökonomie und einer basisdemokratischen Räteverwaltung wird versucht, ein Leben jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung aufzubauen.“
*Gestern Kobanê, heute Efrîn*
„Während Kobanê von den Mörderbanden des sogenannten Islamischen Staats belagert wurde, sind wir in Europa und auf der ganzen Welt zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um genau diese Werte und diese Revolution gemeinsam zu verteidigen. Genau wie damals muss heute klar sein: Das Schicksal der Revolution in Nordsyrien und des Mittleren Ostens steht heute in Afrin auf dem Spiel.“
*Türkischer Überfall mit internationaler Unterstützung*
„Genau wie damals gilt es heute, auch und insbesondere hier in Deutschland, Widerstand zu entwickeln. Es ist offensichtlich, dass dieser verbrecherische Überfall auf Afrin nur Realität werden konnte dank der Unterstützung, die das Regime Erdogans aus Berlin und speziell durch die letzten Gespräche zwischen Sigmar Gabriel und Mevlut Cavusoglu erhalten hat. Es sind Panzer, Fahrzeuge und Gewehre, allesamt in deutschen Fabriken produziert, mit denen die türkischen Soldaten heute über die Grenze nach Afrin marschieren. Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara überhaupt erst dazu ermutigt hat, einen derartigen Völkerrechtsbruch zu unternehmen. Zu guter Letzt ist es die direkte Unterstützung des Innenministeriums hier in Deutschland, mit der Protest von vornherein durch das Verbot sämtlicher kurdischer Flaggen und die andauernde und schärfer werdende Kriminalisierung gegen kurdische Organisationen unterdrückt wird.“
*Bundesrepublik ist indirekte Kriegspartei*
„Weil Deutschland indirekt eine Kriegspartei in Afrin ist, gilt es den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und unseren Protest auf die Straße zu tragen. Mit dem Geist von Kobanê müssen wir uns heute zusammentun, organisieren und gemeinsam zur Aktion schreiten, denn morgen schon könnte es zu spät sein. Afrin ist von allen Seiten umzingelt, also müssen wir die Luftröhre dieser Revolution sein.“
*An alle, die nicht länger zusehen wollen*
„Wir rufen daher all jene, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava und die Demokratische Föderation Nordsyrien in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie die Bundesregierung sich erneut vor allen Augen zum Komplizen eines weiteren Massakers macht: Kommt zur bundesweiten Demonstration in Köln am Samstag, den 27. Januar und schließt euch auch darüber hinaus in euren Städten und Vierteln zu dezentralen Protestaktionen zusammen.
Wir rufen euch zudem, also die Öffentlichkeit in Deutschland, dazu auf, eure Solidarität mit Afrin zu zeigen und euch mit uns gemeinsam gegen die Kriegspolitik der AKP im Mittleren Osten zu stellen! Lasst uns gemeinsam unsere Stimmen für den Frieden erheben!

Aufruf zum 2. Dezember 2017 – gemeinsam den AfD-Bundesparteitag in Hannover verhindern!

Die AfD ist Teil einer erstarkenden rechten Bewegung in Europa, die neben Rassismus auch offen mit sexistischen und Frauen verachtenden Parolen wirbt. Die Unterdrückung von Frauen* und Menschen, die sich jenseits der zweiteiligen Geschlechterordnung verorten, ist immer Bestandteil von reaktionären Ideologien und möchte uns voneinander spalten und uns gegeneinander aufhetzen.
Hierbei dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, dass die AfD ein Produkt dieser Gesellschaft – ihrer Geschichte und Parteienpolitik ist. Wir dürfen es also nicht bei einer Kritik der AfD belassen, sondern wir müssen immer und überall ein klares Zeichen gegen die Auswirkungen des kapitalistischen Patriarchats in dem wir leben setzen.
In den Worten der kurdischen Freiheitsbewegung ist eine Gesellschaft immer nur so frei wie die Frauen*, die in ihr leben. Deswegen – und weil viele Feminist*innen in Deutschland und allen Teilen der Welt seit Jahrhunderten für ihre und die Rechte anderer Ausgegrenzter kämpfen – wehren wir uns gegen die Forderung einer reaktionären Gesellschaft, in der Frauen in erster Linie Hausfrauen & Mütter sein sollen und anderen Geschlechtsidentitäten ihre Existenz abgesprochen werden.
Gegen die menschenverachtende Politik der AfD und jeder anderen Partei stellen wir unsere Idee einer Gesellschaft, die auf den Werten der Geschlechterbefreiung, Selbstverwaltung und Basisdemokratie beruht.

Stellen wir uns der AfD und ihren rechten Ideen in den Weg! – Beteiligt euch an den Blockaden & Demos gegen den Bundesparteitag der AfD am 2.November in Hannover!

Mehr Info unter: www.unsere-alternative.org/